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Datum: 31.03.2026

Photovoltaik am Eigenheim lohnt sich - Für private Haushalte ist jetzt ein guter Zeitpunkt, um aktiv zu werden

Der Ausbau von Photovoltaikanlagen an Eigenheimen ist aktuell wirtschaftlich attraktiv, gleichzeitig führen politische Diskussionen zu neuen Fragezeichen bei privaten Investoren. Hintergrund ist ein bekannt gewordener, interner Entwurf aus dem Bundesministerium für Wirtschaft und Energie, der darauf hindeutet, dass die Einspeisevergütung für Photovoltaikanlagen unter 25 Kilowatt (kW) künftig entfallen könnte. Hierauf weist die Energieagentur Main-Tauber-Kreis hin und rät dazu, sich frühzeitig zu informieren und individuell beraten zu lassen.

Verbraucherinnen und Verbraucher können über die Verbraucherzentrale eine aufsuchende PV-Beratung für einen Eigenanteil in Höhe von 40 Euro in Anspruch nehmen, um die Wirtschaftlichkeit und die technischen Möglichkeiten prüfen zu lassen. Ein erster Beratungsschritt ist telefonisch kostenfrei möglich. Alternativ lädt die Energieagentur Main-Tauber-Kreis regelmäßig zu Vorträgen zum Thema „PV am Eigenheim“ ein. Dort werden Wirtschaftlichkeit, Technik, Speicherlösungen, rechtliche Rahmenbedingungen und aktuelle Marktentwicklungen transparent, praxisnah und unabhängig erläutert.

Bislang profitieren Betreiberinnen und Betreiber kleinerer PV-Anlagen von einer gesetzlich garantierten Einspeisevergütung nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG). Diese sorgt für verlässliche Rahmenbedingungen und macht Investitionen auf dem eigenen Dach gut kalkulierbar. Sollte die Vergütung für Anlagen unter 25 kW tatsächlich gestrichen werden, würde sich die wirtschaftliche Bewertung insbesondere für private Haushalte verändern. Der Eigenverbrauch bliebe mit Blick auf die steigenden Strompreise weiterhin attraktiv, jedoch entfiele die zusätzliche Absicherung mithilfe der garantierten Vergütung für überschüssig eingespeisten Strom. Auch die optimale Auslegung der Anlagengröße müsste künftig neu bewertet werden.

Für Anlagen mit einer Leistung von mehr als 25 kW wird nach aktuellem Stand eine stärkere Ausrichtung auf die Direktvermarktung geplant. Dabei wird der erzeugte Strom nicht mehr zu festen Vergütungssätzen eingespeist, sondern aktiv mithilfe spezialisierter Dienstleister über die Strombörse vermarktet. Aktuell gibt es jedoch nur wenige Anbieter, die kleinere gewerbliche oder größere private Anlagen in diesem Leistungsbereich betreuen. Für Anlagenbetreiber könnten dadurch Aufwand, weitere Kosten und wirtschaftliche Unsicherheiten entstehen.

Unabhängig von den politischen Entwicklungen bleibt festzuhalten: Eine Photovoltaikanlage für ein Einfamilienhaus mit einer Leistung von etwa 8 bis 15 kW amortisiert sich abhängig von Eigenverbrauchsanteil, Strompreis und Investitionskosten derzeit innerhalb von acht bis zwölf Jahren. Mit dem Einsatz eines Batteriespeichers lässt sich der Eigenverbrauch auf bis zu 75 bis 85 Prozent steigern und die Wirtschaftlichkeit zusätzlich verbessern.

Darüber hinaus profitieren Eigentümerinnen und Eigentümer von langfristig kalkulierbaren Stromkosten, einer höheren Unabhängigkeit von Energiepreissteigerungen, einer möglichen Wertsteigerung der Immobilie sowie einem aktiven Beitrag zum Klimaschutz. In der Solarbranche sind die aktuellen politischen Überlegungen bereits spürbar, denn Installationsbetriebe berichten von einer steigenden Nachfrage. Viele Interessierte möchten sich die derzeit gültigen Rahmenbedingungen sichern. Maßgeblich ist dabei in der Regel der Zeitpunkt der Inbetriebnahme der Anlage. Die Änderungen sollen spätestens zum 1. Januar 2027 in Kraft treten.

Anmeldungen für die PV-Beratung sowie weitere Informationen gibt es bei der Energieagentur Main-Tauber-Kreis unter der Telefonnummer 09341/82-5813 oder per Mail an energieagentur@main-tauber-kreis.de sowie unter www.ea-main-tauber-kreis.de

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