Aktion Stadtradeln: Eine 559.584 Kilometer lange Erfolgsgeschichte
Die Aktion „Stadtradeln“ im Main-Tauber-Kreis hat mit 559.584 geradelten Kilometern einen erfolgreichen Abschluss gefunden. Im Rahmen der Prämierungsveranstaltung zeichnete Landrat Christoph Schauder kürzlich die radaktivsten Teams und Einzelradelnden aus. Der Main-Tauber-Kreis hat sich gemeinsam mit 14 Kommunen aus dem Landkreis an der Initiative beteiligt. Gefördert wird die Aktion von der Landesinitiative Radkultur.
„Die vergangenen Wochen haben gezeigt, wie stark uns die Auswirkungen des Klimawandels bereits treffen. Längere Hitzeperioden, Trockenheit und zunehmende Wetterextreme sind längst keine abstrakten Zukunftsszenarien mehr, sondern zu einem Teil unserer Lebensrealität geworden. Der Klimaschutz ist deshalb eine Aufgabe, die wir nicht auf morgen verschieben können, denn er beginnt im Hier und Jetzt mit vielen kleinen Entscheidungen im Alltag. Sie haben in den vergangenen Wochen eindrucksvoll gezeigt, was möglich ist, wenn viele Menschen gemeinsam ein Ziel verfolgen“, sagte Landrat Christoph Schauder. „Stadtradeln ist mehr als ein Wettbewerb. Es ist vielmehr ein starkes Zeichen für den Klimaschutz, für eine nachhaltige Mobilität und für einen lebenswerten Landkreis.“
Ziel der Aktion ist es, die Bürger mit der Teilnahme am Stadtradeln von dem Mehrwert des Fahrrads im Alltag zu überzeugen und die persönlichen Vorteile für sich zu erkennen. Bereits kurze Strecken tragen dazu bei, CO2 zu vermeiden. Der Aktionszeitraum im Main-Tauber-Kreis lief von Freitag, 1., bis Donnerstag, 21. Mai. Insgesamt beteiligten sich an der Stadtradeln-Aktion im Landkreis 2916 aktiv Radelnde in 177 Teams. In Summe wurden 559.584 Kilometer geradelt und somit 92 Tonnen CO2 vermieden.
„Rund 192 Kilometer wurden durchschnittlich von den teilnehmenden Radelnden zurückgelegt. Auf diese Leistung kann der Main-Tauber-Kreis mit seinen Kommunen sehr stolz sein. Ich gratuliere den Gewinnerinnen und Gewinnern herzlich“, ergänzte Ursula Mühleck, Dezernentin für Kreisentwicklung und Bildung des Landratsamtes Main-Tauber-Kreis.
Mit dem Gesamtergebnis von 559.584 Kilometern belegt der Main-Tauber-Kreis im Gesamtranking aller 3113 teilnehmenden Kommunen aktuell den 128. Platz. „Es ist beachtlich, was die Teilnehmerinnen und Teilnehmer in diesem Jahr vollbracht haben: Platz 37 von 848 teilnehmenden Kommunen aus Baden-Württemberg ist ein tolles Statement und ein hervorragendes Ergebnis. Auch hat sich in besonderer Weise gezeigt, welchen Wert das Fahrrad als Verkehrsmittel in unserer Region einnimmt“, sagte Lara Stein, zuständige Projektkoordinatorin des Landratsamtes Main-Tauber-Kreis.
Das Landratsamt Main-Tauber-Kreis prämierte die radaktivsten Teilnehmenden in den Kategorien „radaktivste Schule“, „radaktivstes Unternehmen“, „radaktivstes Privatteam“, „radaktivste Einzelperson“ sowie „Stadtradeln-Star“. Zudem wurden in diesem Jahr zwei Sonderpreise verliehen. Gewertet wurden die absolut geradelten Kilometer. Der Sonderpreis in der Kategorie „radaktivste Kindertagesstätte“ erhielt der Kindergarten St. Josef (Steinbach) mit 6496 geradelten Kilometern. Der Sonderpreis in der Kategorie „Team mit den meisten Kilometern pro Kopf“ erhielt das Team „Rösch – Kanzlei, Familie und Freunde“ mit 852 Kilometern pro Kopf.
Lernhaus Ahorn radelte 22.948 Kilometer
Das Lernhaus Ahorn war mit 22.948 Kilometern Spitzenreiter bei den Schulen. Auch in der Gesamtwertung aller Teams erreichte die Schule Platz eins, gefolgt von der Kopernikus-Realschule Bad Mergentheim mit 19.698 Kilometern. Den dritten Platz belegte mit 14.581 Kilometern die Grund- und Realschule St. Bernhard Bad Mergentheim.
Als radaktivstes Unternehmen wurde die Michael Weinig AG aus Tauberbischofsheim ausgezeichnet. Die Mitarbeitenden radelten insgesamt 21.323 Kilometer. Der zweite Platz ging an die Wittenstein SE aus Igersheim mit 16.450 Kilometern. Auf Platz drei landete mit 9897 Kilometern die Wilhelm König MTM GmbH aus Wertheim.
Bei den radaktivsten Privatteams belegten die „Edelfinger Stopfzwiebeln“ den ersten Platz mit 16.344 Kilometern. Platz zwei erzielte „Sportlich auf zwei Rädern (FC & RSV Külsheim)“ mit 12.565 geradelten Kilometern. Den dritten Platz erreichte die „RaDies Taubertal“ mit 11.390 zurückgelegten Radkilometern.
Mit einem herausragenden Ergebnis von 6100 Kilometern belegte Günther Plonka den ersten Platz in der Kategorie „aktivste/r Einzelradelnde/r“. Er radelte für das Team „Rösch –Kanzlei, Familie und Freunde“. Auf Platz zwei landete mit 2224 Radkilometern Stefan Müller aus dem Team „Hofmann Naturstein“. Den dritten Platz belegte Jürgen Schwarz aus dem Team „#TEAMKÖNIG“ mit 2102 Kilometern.
In diesem Jahr gab es erneut einen Stadtradeln-Star im Main-Tauber-Kreis: Nils Hofmann aus Igersheim verzichtete in den 21 Tagen gänzlich auf das Auto. Er legte in den drei Wochen ohne Auto insgesamt 374 Kilometer zurück.
Neben dem Landkreis nahmen die Gemeinde Ahorn (35.695 Kilometer, 176 Radelnde, sechs Tonnen CO2-Vermeidung), die Gemeinde Assamstadt (17.423 Kilometer, 98 Radelnde, drei Tonnen CO2-Vermeidung), die Große Kreisstadt Bad Mergentheim (103.722 Kilometer, 561 Radelnde, 17 Tonnen CO2-Vermeidung), die Stadt Boxberg (37.977 Kilometer, 188 Radelnde, sechs Tonnen CO2-Vermeidung), die Stadt Grünsfeld (9364 Kilometer, 18 Radelnde, zwei Tonnen CO2-Vermeidung), die Gemeinde Igersheim (52.595 Kilometer, 283 Radelnde, neun Tonnen CO2-Vermeidung), die Stadt Külsheim (13.599 Kilometer, 61 Radelnde, zwei Tonnen CO2-Vermeidung), die Stadt Lauda-Königshofen (17.470 Kilometer, 122 Radelnde, drei Tonnen CO2-Vermeidung), die Stadt Niederstetten (43.252 Kilometer, 241 Radelnde, sieben Tonnen CO2-Vermeidung), die Kreisstadt Tauberbischofsheim (72.139 Kilometer, 378 Radelnde, zwölf Tonnen CO2-Vermeidung), die Stadt Weikersheim (37.907 Kilometer, 165 Radelnde, sechs Tonnen CO2-Vermeidung), die Gemeinde Werbach (12.805 Kilometer, 53 Radelnde, zwei Tonnen CO2-Vermeidung), die Große Kreisstadt Wertheim (70.283 Kilometer, 352 Radelnde, zwölf Tonnen CO2-Vermeidung), sowie die Gemeinde Wittighausen (734 Kilometer, 5 Radelnde, 0,1 Tonnen CO2-Vermeidung) am Stadtradeln 2026 teil.
„Wir bedanken uns ganz herzlich bei den Sponsoren, die die Auszeichnung der radaktivsten Teams und Einzelradelnden des Stadtradelns jedes Jahr möglich machen“, ergänzte Landrat Christoph Schauder. Die Geehrten können sich über Spenden der Stadtwerk Tauberfranken GmbH, der Stadtwerke Wertheim GmbH, der Sparkasse Tauberfranken, der Überlandwerk Schäftersheim GmbH & Co. KG und der Ihre Volksbank eG Neckar Odenwald Main Tauber sowie über Gutscheine der Distelhäuser Brauerei GmbH & Co. KG und der Radwelt Main-Tauber freuen. Zudem gab Marvin Esser, Geschäftsführer der 2-Rad Esser GmbH & Co. KG, im Rahmen der Preisverleihung praxisnahe Tipps zur richtigen Sitzposition, zur Einstellung von Sattel und Lenker sowie zur Vermeidung von Beschwerden und Überlastungen. Mehr Informationen zum Stadtradeln und die vollständige Gesamtwertung mit dem Stand aller Platzierungen gibt es unter www.stadtradeln.de/main-tauber-kreis.