Über uns
Die Energieagentur ergänzt und fördert das Aufgabenspektrum des Landratsamtes Main-Tauber-Kreis auf den Gebieten Klima- und Umweltschutz, Wirtschaftsförderung, Landwirtschaft sowie Abfallverwertung.
Der Schwerpunkt unserer Arbeit liegt in der Beratung, Information und Wissensvermittlung. Wir erarbeiten ein Klimaschutzkonzept für den Landkreis und fungieren als Schnittstelle für die Zusammenarbeit mit regionalen Netzwerkpartnern.
Wir finanzieren uns über Zuschüsse des Landes nach dem „Klimaschutz-plus“-Programm, durch Förderung des Landkreises, durch Erträge aus Solaranlagen auf Dächern von kreiseigenen Gebäuden, aus Beratungsleistungen, Sponsoring und Projektarbeit.
Engagement des Landkreises
Der Main-Tauber-Kreis engagiert sich im Klimaschutz in vielerlei Hinsicht:
- Der Landkreis schreibt jährlich einen Klimaschutzpreis aus. Damit sollen Maßnahmen zur Bewusstseinsbildung über die Gefahren des Klimawandels, zur Weiterverbreitung erneuerbarer Energien und zur Förderung der Energie- und Ökoeffizienz unterstützt werden. Bis 2016 stiftet das Tauberbischofsheimer Ehepaar Gertrud und Dr. Leonhard Haaf jedes Jahr 5000 Euro Preisgeld. Weitere Informationen finden sie auf den Seiten des Landkreises.
- Der Main-Tauber-Kreis wurde gemeinsam mit dem Hohenlohekreis und dem Neckar-Odenwald-Kreis im Rahmen eines bundesweiten Wettbewerbs des Bundesministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz als eine von 25 Bioenergie-Modellregionen ausgezeichnet. 210 Regionen hatten sich beworben. Mit der Auszeichnung als Bioenergieregion „H-O-T“ (Hohenlohe – Odenwald – Tauber) verbunden sind Fördergelder bis zu 400.000 Euro, die Sicherung und der Ausbau von Arbeitsplätzen in diesem Sektor und eine Magnetwirkung für private Kapitalgeber.
- Der Eigenbetrieb Abfallwirtschaft soll sich als zusätzliches Geschäftsfeld zu einem Dienstleister für regenerative Energien weiterentwickeln.
- Nicht zuletzt wurde im Jahr 2008 die Energieagentur gegründet.
- Jüngster Baustein auf dem Feld des Klimaschutzes ist das Solardächerprogramm des Landkreises, dem der Kreistag kürzlich zugestimmt hat. Die Firma ibu aus Tauberbischofsheim hat im Januar 2009 eine Machbarkeitsstudie vorgelegt, welche Dachflächen kreiseigener Liegenschaften für die Aufnahme von Photovoltaikflächen geeignet sind. 48 Standorte wurden untersucht, 17 haben sich als geeignet erwiesen. Das Gesamtpaket reduziert den CO2-Ausstoß um rund 600 Tonnen pro Jahr. Mit diesem Photovoltaikprogramm können in der Region Investitionen von rund vier Millionen Euro ausgelöst werden. Die regionale Wertschöpfung aus den Erträgen für die Solarstromvergütung beträgt bis zu 350.000 Euro pro Jahr.
- Bisher wurden mehrere kreiseigene Gebäude mit Photovoltaikanlagen ausgerüstet. So zum Beispiel in Bad Mergentheim (Berufsschule), in Unterbalbach (Schule im Taubertal) und in Wertheim (Turnhalle der Berufsschule). Weitere für Photovoltaikanlagen nutzbaren Dachflächen kreiseigener Liegenschaften wird die Energieagentur überplanen und realisieren. Konkrete Projekte sind derzeit die Berufsschule in Tauberbischofsheim, wo bereits der Auftrag zur Lieferung und Montage einer Photovoltaikanlage vergeben wurde.
- Landrat Reinhard Frank betont, dass der Main-Tauber-Kreis Vorreiter beim Ausbau der regenativen Energien sein will. Ihr Anteil am Gesamtverbrauch in Deutschland soll bis zum Jahr 2020 von derzeit rund 15 auf 25 bis 30 Prozent erhöht werden. Frank will im Main-Tauber-Kreis zügig erreichen, dass rechnerisch alle privaten Haushalte ihren Strom aus regenerativen Energien beziehen können. „Solarenergie schützt das Klima, reduziert Energieimporte, schafft Arbeitsplätze und trägt somit zur regionalen Wertschöpfung bei“.


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