Sozialer Stromsparcheck

- Die 3 Stromsparhelfer zusammen mit Herrn Geiger (2.v.r.) von der Caritas
Der Stromsparcheck für einkommensschwache Haushalte – ein gemeinsames Projekt der Caritas Tauberbischofsheim und der Energieagentur Main-Tauber-Kreis.
Von steigenden Stromkosten sind alle Haushalte betroffen, besonders aber diejenigen, die auf Unterstützung angewiesen sind. Deshalb hat die Bundesregierung mit einer Klimaschutzinitiative des Ministeriums für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit finanzielle Mittel für ein sozialen Stromsparcheck bereit gestellt, mit dem die Stromkosten in Privathaushalten um bis zu 20 % gesenkt werden können. Damit können diese Haushalte bis zu 100 € jährlich an Stromkosten sparen und gleichzeitig den CO2-Ausstoß senken.
An dieser gemeinsamen Aktion des Deutschen Caritasverbandes und des Verbandes der Energie- und Klimaschutzagenturen Deutschlands beteiligen sich auch der Caritasverband Tauberbischofsheim und die Energieagentur Main-Tauber-Kreis. Gemeinsam haben sie 3 Stromsparhelfer ausgebildet, die mit ihrem Fachwissen einkommensschwachen Haushalten einen kostenlosen Stromsparcheck anbieten.
Dieser beinhaltet zwei Hausbesuche. In einer ersten Bestandsaufnahme wird der Stromverbrauch des betreffenden Haushalts gemeinsam mit dem Wohnungsinhaber aufgenommen und teilweise nachgemessen. Untersucht werden z.B. die Beleuchtung, Geräte wie Kühlschränke und Herde und die Unterhaltungselektronik. Anschließend werden die Daten von den Stromsparhelfern ausgewertet. Ein zweiter Besuch dient dann dazu, die Ergebnisse den betroffenen zu erläutern und so ein Bewusstsein für Einsparmöglichkeiten zu vermitteln. Zur Unterstützung werden den Haushalten dann kostenlos Energiesparlampen und schaltbare Steckerleisten übergeben und installiert. Jeder Haushalt bekommt dann in einem Abschlussbericht seine Auswertung ausgehändigt. Die Möglichkeiten der Einsparung aller untersuchten Haushalte werden dann zusammengeführt und anonym in ein zentrales Datenregister übertragen, um so die eingesparte Energie im gesamten sichtbar zu machen, und damit den Erfolg des Projektes.
Die Stromsparhelfer selbst sind Personen, die der Caritas von den örtlichen Jobcentern empfohlen wurden, um hier eine zusätzliche Qualifikation zu erhalten. Sie führen nach einer Einarbeitungsphase durch die Trainer die Hausbesuche eigenständig durch. Betreut werden sie vom Caritasverband. In Tauberbischofsheim sind dies Karola Lempart, Benno Bamberger und Martino Resta. Ab nächster Woche werden sie mit der Analyse der ersten Haushalte starten.
Sowohl der Caritasverband wie auch die Energieagentur sehen in diesem Projekt die Möglichkeit, eine sozialpolitische Maßnahme mit einer umweltpolitischen ergänzend zu verknüpfen. Haushalte mit geringem Einkommen können finanziell entlastet werden, und gleichzeitig wird ein Beitrag zur Verringerung des Treibhauseffektes geleistet.
Helmut Weimert von der Energieagentur Main-Tauber-Kreis und Natascha Spielmann vom örtlichen Caritasverband sind nach einer gelungenen Startphase optimistisch, die gesteckten Ziele zu erreichen. Die geschulten Stromsparhelfer sind motiviert, ihr erworbenes Wissen an interessierte Haushalte weiterzugeben. Die Aktion wurde bereits am Tag der offenen Tür im Tauberbischofsheimer Tafelladen am 21.3.09 vorgestellt. Seitdem haben sich schon über 20 Haushalte gemeldet, die diesen Anreiz zum Kosten sparen und Umwelt schonen in Anspruch nehmen möchten. Weitere sind ausdrücklich erwünscht. Teilnahmeberechtigt sind alle Menschen, die Arbeitslosengeld 2, Sozialhilfe oder Wohngeld beziehen. Anmelden können sich diese bei der Caritas Tauberbischofsheim unter folgender Telefonnummer 09341 – 9220-0. Ein Stromsparhelfer wird sich dann mit diesen in Verbindung setzen und einen Termin vereinbaren.
Weitere Informationen gibt es im Internet unter http://www.stromsparcheck.de


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