Lüften
Früher waren feuchte Wände und dadurch bedingter Schimmel in kalten Zimmerecken weitgehend unbekannt. Um das Lüften machte man sich keine Gedanken. Die undichten Fenster und Türen erledigten dies "automatisch". Das hatte den Vorteil, dass die notwendige Luftwechselrate (gibt an wie oft die Luft pro Stunde komplett ausgetauscht wird) locker erreicht und die verbrauchte und feuchte Luft regelmäßig ausgetauscht wurde. So schön dieses "automatische" Lüften auch ist. Es hat einen entscheidenden Nachteil. Die teuer erkaufte Wärme geht unkontrolliert an die Umwelt verloren.
Bei den heute eingebauten, extrem dicht schließenden, Fenstern mit einem k-Wert zwischen 0,8 W/m2K und 1,2 W/m2K entfällt diese natürliche Lüftung. Dadurch wird die verbrauchte, feuchte Luft nicht mehr in der erforderlichen Häufigkeit abtransportiert. Die Gefahr von Schimmelbildung und schleichender Durchfeuchtung des Bauwerks steigt. Mit der Schimmelbildung einher geht auch eine Verschlechterung der Gesundheit der Bewohner.
Um eine Gesundheitsgefährdung auszuschließen und die Bewohnbarkeit des Gebäudes dauerhaft zu erhalten, ist regelmäßiges kontrolliertes Lüften Pflicht. Dies kann einerseits durch manuelles Öffnen und Schließen der Fenster erfolgen. Andererseits ist es möglich, gerade bei größeren Umbaumaßnahmen, an den Einbau einer automatischen Lüftungsanlage zu denken.
Hier finden Sie Informationen zum manuellen Lüften und zu automatischen Lüftungsanlagen.



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